DIE WAFFENHALLE

FÜRSTLICHE SAMMELLEIDENSCHAFT

Johann Wolfgang von Goethe sagte einst: „Sammler sind glückliche Menschen!“ Spinnt man diesen Faden einmal weiter, dann muss Karl Anton Fürst von Hohenzollern (1811- 1885) ein besonders glücklicher Mann gewesen sein. Denn ihm verdankt das Hohenzollernschloss Sigmaringen mit rund 3.000 Exponaten eine der größten privaten Waffensammlungen Europas. Für den Fürsten war die Waffensammlung weit mehr als nur ein Steckenpferd. Er galt als leidenschaftlicher Historiker und legte Mitte des 19. Jahrhunderts den Grundstock für diese Kollektion aus seltenen und kostbaren sowie kuriosen Stücken. Einige der Ausstellungsstücke befanden sich damals im Familienbesitz. So weist das Schlossinventar von 1743 bereits eine „Rüst-Kammer“ mit 43 Waffen, darunter „Gewöhre und Schwerdte“, auf. Für die Präsentation der Rüstungen und Waffen wurde der Raum einer „mittelalterlichen Rüstkammer“ nachempfunden.
Das frühere Erscheinungsbild der Waffenhalle mit dem neogotischen Rippengewölbe und der Holzvertäfelung der Wände blieb bis heute erhalten. Die Ursprungsidee, den Eindruck eines Zeughauses zu vermitteln, wurde auch 2017 bei der Neugestaltung berücksichtigt. Anhand von 17 Stationen wird dort die Waffengeschichte des Sigmaringer Hohenzollernschlosses vom 14. bis zum 20. Jahrhundert ebenso anschaulich wie spannend erklärt. Wir laden Sie auch dazu ein, die ehemalige Burg und Wehranlange sowie das heutige Schloss bei weiteren Themenführungen ausführlich kennenzulernen und mehr über die Geschichte der Hohenzollern und über das Hohenzollernschloss Sigmaringen zu erfahren.

Die Waffenhalle ist auf eigene Faust – auch unabhängig von einem Besuch des Hohenzollernschlosses – mit Hilfe eines mehrsprachigen Audioguides in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch erkundbar. Auf Wunsch ist die Waffenhalle auch als Gruppenführung buchbar.